Mikromezzaninfonds Deutschland

Wieso Mikromezzanin?

Kleine und junge Unternehmen finden nur eingeschränkt Zugang zu kleineren Mezzaninfinanzierungen. Mit dem Mikromezzaninfonds, der aus Mitteln des ERP- Sondervermögens (European Recovery Program) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) refinanziert ist, wird die Kapitalkraft von Klein- und Kleinstunternehmen gestärkt.

Was bietet Mikromezzaninkapital?

Eine Mikromezzaninbeteiligung dient der Stärkung der Eigenkapitalbasis. Durch das zugeführte Kapital kann die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens verbessert und neuer Finanzierungsspielraum für eine Unternehmung geschaffen werden.

Der Kapitalgeber hat kein Stimm- bzw. Einflussnahmerecht.

Was bedeutet "Mikromezzanin"?

Mezzaninkapital stellt im rechtlichen Sinne eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital dar. Der Begriff „Mezzanin“ leitet sich von dem italienischem Wort „mezzo“ für „halb“ ab und führt auf die Kombination beider Kapitalarten zurück.

Wer kann Anträge stellen?

Anträge können kleine und junge Unternehmen stellen sowie Existenzgründer oder Existenzgründerinnen, die selbst nur über wenig Eigenkapital verfügen. Spezielle Zielgruppen sind Unternehmen, die ausbilden, die aus der Arbeitslosigkeit gegründet werden oder von Menschen mit Migrationshintergrund geführt werden.

Auch gewerblich orientierte Sozialunternehmen und umweltorientierte Unternehmen können durch den Mikromezzaninfonds gefördert werden. Das Unternehmen muss eine ausreichende wirtschaftliche Tragfähigkeit und eine vertragsgemäße Abwicklung der Beteiligung erwarten lassen. Sanierungsfälle und Unternehmen in Schwierigkeiten sind von der finanziellen Förderung ausgeschlossen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden sämtliche Investitionen in die Errichtung eines neuen oder die Fortführung eines bestehenden Unternehmens, für die langfristige Finanzierungsmittel erforderlich sind.

Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt als stille Beteiligung über die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften, die in allen Bundesländern vertreten sind. Die maximale Beteiligungshöhe beträgt 50.000 Euro bei einer Laufzeit von 10 Jahren. Die Tilgung erfolgt ab dem 7. Jahr in 3 gleichhohen Jahresraten.

Zu welchen Konditionen?

  • 8% p.a., zahlbar jeweils vierteljährlich nachträglich
  • einmaliges Bearbeitungsentgelt von 3,5% der Einlage, zahlbar bei Auszahlung
  • variable Gewinnbeteiligung von maximal 1,5% p.a.

Zu stellende Sicherheiten?

Es sind keine Sachsicherheiten zu stellen.

Wie erfolgt die Antragstellung?

Die Antragstellung erfolgt über die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft in dem Bundesland, in dem die Investition erfolgen soll. Das entsprechende Antragsformular können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen.